Aufgabengebiet

Aufgabe des Landesjugendreferates Kärnten ist es, die Entwicklung der Kinder- und Jugendarbeit nachhaltig zu fördern.


Die Arbeit des Landesjugendreferates orientiert sich an nachstehenden Zielsetzungen. Schwerpunktmäßig zusammengefasst zeigen diese das weite Spektrum des Arbeitsfeldes Jugendarbeit auf.


Gefördert wird:


  • die Erhaltung und Stärkung der Leistungsfähigkeit der verbandlichen Jugendarbeit. Die Jugendorganisationen bilden eine wesentliche Stütze der Jugendarbeit in Kärnten. Sie haben ein dichtes Netz an Kinder- und Jugendgruppen sowie an offenen Angeboten aufgebaut. Dieses Netz gilt es nicht nur zu erhalten, sondern stärker und tragfähiger zu knüpfen.
  • die Verstärkung und Verbesserung der offenen Jugendarbeit und Entwicklung neuer Formen und Konzepte einer stärker sozialräumlich ausgerichteten präventiven Jugendarbeit (mobile, aufsuchende Jugendarbeit und animative Freizeitpädagogik). Jugendzentren und Jugendtreffs sind die zweite wesentliche Säule der Jugendarbeit in Österreich. Mit besonderem Engagement unterstützt das Land Kärnten in Zusammenarbeit mit den Gemeinden die Anliegen der offenen Jugendarbeit und fördert den Auf- und Ausbau von Jugendzentren und Jugendtreffs.
  • das ehrenamtlichen Engagement. Ehrenamtlichkeit ist ein wesentliches Merkmal der Jugendarbeit, das zu ihrer Vielfältigkeit beiträgt. Die Förderungsmaßnahmen des Landesjugendreferates berücksichtigen deshalb die Bedürfnisse ehrenamtlicher MitarbeiterInnen der Jugendorganisationen und Jugendgruppen und unterstützen deren Einsatz.
  • die Professionalisierung der Jugendarbeit. Die Jugendarbeit braucht hauptberufliche MitarbeiterInnen (pädagogische Fachkräfte), die einerseits das ehrenamtliche Engagement begleiten, unterstützen und ergänzen und andererseits mit ihrem Fachwissen und ihren Erfahrungen zur Stärkung (Professionalisierung) und Weiterentwicklung der Jugendarbeit beitragen. Die Förderung des ehrenamtlichen Engagements in der Jugendarbeit und die angemessene Ausstattung mit hauptberuflichen Fachkräften sind zwei gleichermaßen wichtige Aufgaben, die sich gegenseitig bedingen und ergänzen.
  • der Ausbau von Information und Fachberatung. Die Jugendarbeit braucht zunehmend mehr auch eine kontinuierliche fachliche Begleitung. Allgemeine Präventionsarbeit, Genderpädagogik, Partizipation, internationale Jugendarbeit, Jugendinformation und themenzentrierte Projektarbeit sind jene Bereiche, an denen dies besonders deutlich wird.
  • die Verstärkung der Mitbestimmungsmöglichkeiten Jugendlicher. Wir leben heute in einer Gesellschaft der wachsenden Individualisierung. Die schwindende Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung kann aufgefangen werden durch die bewusste Förderung von Initiativen zur Mitbestimmung junger Menschen. Ziel dieser Initiativen und Projekte muss es sein, Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche zu schaffen, in ihre Lebens- und Entwicklungsbedingungen aktiv eingreifen zu können, und somit mit ihren Anliegen und Sorgen beachtet und ernst genommen zu werden. Kinder- und Jugendbeteiligungsformen auf Gemeinde-, Landes- und Bundesebene tragen dazu bei, langfristige, zukunftsorientierte Politik im Sinne des Generationenvertrages gemeinsam mit den Betroffenen zu entwickeln.
  • das Bewusstmachen von Interessen, Bedürfnissen und Problemen von Kindern und Jugendlichen gegenüber der allgemeinen Öffentlichkeit, den anderen Generationen, den politischen EntscheidungsträgerInnen und den Medien. Jugendarbeit hat auch die Funktion, Erfahrungen und Erkenntnisse von Jugendlichen in die jugendpolitische Diskussion einzubringen.