Inklusion

Inklusion

Beide EU Programme – also das Europäische Solidaritätskorps sowie Erasmus+ - legen einen großen Schwerpunkt im Bereich Inklusion und Chancengleichheit. Teilnehmer*innen aus benachteiligten Verhältnissen soll der Zugang zu den bestehenden Angeboten erleichtert werden. Im Bereich Jugend wurde eine Strategie zur Integration und Vielfalt als gemeinsamer Rahmen konzipiert, um die Teilnahme und die Integration von jungen Menschen mit geringeren Chancen an Erasmus+ zu unterstützen.


Was bedeutet Inklusion?

Das Konzept der Inklusion geht davon aus, gleiche Voraussetzungen für Menschen und/oder Gruppen zu schaffen, die auf Grund verschiedener Faktoren einen erschwerten Zugang zu Angeboten und Möglichkeiten der Mehrheitsgesellschaft haben bzw. davon gänzlich ausgeschlossen sind (sei es sozial, gesundheitlich, ökonomisch, kulturell, bildungsmäßig oder geographisch). Inklusions- und Diversitätsprojekte sollen sich positiv auf die Lebensumstände junger Menschen mit geringeren Chancen auswirken.


Wie kann mein Projekt zur Inklusion und Diversität beitragen?

Wir haben unten ein paar Kriterien aufgelistet, die zur erfolgreichen Umsetzung von Projekten zur Förderung von Inklusion und Diversität beitragen können. Unter diesem Link sind alle Kriterien noch einmal detailliert erklärt und erläutert.

  • Information und Unterstützung Jugendorganisationen und Stakeholder sollen Hindernisse für diverse Zielgruppen proaktiv aus dem Weg räumen, um sicherzustellen, dass Minderheiten und Menschen mit geringerer Chance ebenso am Projekt teilnehmen können. Es soll sichergestellt werden, dass diese Zielgruppen mit der von den Projektverantwortlichen gewählten Ansprache erreicht werden.
  • Aktive Teilhabe ermöglichen
    Ein Jugendprojekt soll nicht nur für Jugendliche gestaltet werden, sondern diese aktiv in die Vorbereitung und Umsetzung einbinden. Somit werden nicht nur die aktive Teilhabe und das Engagement der Jugendlichen erhöht, sondern auch ihre individuellen Stärken gefördert.
  • Mit unterschiedlichen Erscheinungsformen von Diversität umgehen
    Unsere Gesellschaften werden immer vielfältiger. Menschen aus unterschiedlichen Ländern, mit unterschiedlichen kulturellen und sozialen Hintergründen und in unterschiedlichen Lebenssituationen treffen tagtäglich aufeinander. Diese Realität sollte sich auch in Jugendprojekten widerspiegeln.
  • Non-Formales Lernen nutzen
    Jugendprojekte können non-formale Lernerfahrungen, also freiwillige Lernprozesse außerhalb von Schule oder Universität, als attraktive Möglichkeit vermitteln, sich Kompetenzen und grundlegende Fähigkeiten anzueignen. Davon profitieren insbesondere junge Menschen, die mit formaler Bildung und Lernen überfordert und dementsprechend gering qualifiziert sind, die Schule abgebrochen haben oder arbeitslos sind und durch den Erwerb neuer Fähigkeiten ihre Chancen auf einen Arbeitsplatz verbessern könnten.
  • Langfristige Wirkung beachten
    Das Projekt sollte keine isolierte Erfahrung für Menschen mit geringeren Chancen sein, sondern vielmehr ein langfristiger Prozesse sozialer Veränderung sein. Durch Inklusions- und diversitätsbezogene Projekte können die Lebensverhältnisse und das Umfeld junger Menschen nachhaltig positiv verändert werden und den Weg in ein besseres Leben ebnen.

  • Partnerschaften eingehen
    Der Erfolg eines Projekts setzt voraus, dass es in einen größeren Kontext eingebunden wird und Schnittstellen mit seinem Umfeld aufweist. Durch die Zusammenarbeit mit relevanten Stakeholdern kann ein Projekt erheblich mehr bewirken. Kein junger Mensch und kein*e Jugendarbeiter*in ist eine Insel.